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Warum ich 2026 keine Websites mehr mit Elementor baue

Seit über zehn Jahren baue ich Websites mit WordPress. In dieser Zeit hat sich wirklich viel verändert. Am Anfang habe ich noch mit Systemen wie The 7 Theme oder der WordPress Bakery gearbeitet. Irgendwann kam dann Elementor, und auch ich habe Websites damit gebaut.

Vor zwei Jahren habe ich meine letzte Elementor-Seite gebaut. Seitdem keine einzige mehr.

Stattdessen habe ich ein neues System für mich gefunden, das ich jetzt seit zwei Jahren nutze. Und nein, ich bin nicht von WordPress weggegangen.

In diesem Beitrag erkläre ich, warum Elementor 2020 die richtige Wahl war und warum es 2026 für meine Projekte nicht mehr passt. Plus: ich zeige dir, wann Elementor für dich trotzdem noch eine sinnvolle Option sein kann.

Was du jetzt liest, ist meine persönliche Vorgehensweise nach über 20 Greyd Websites aus den letzten zwei Jahren.

Für wen dieser Beitrag interessant ist

  • Du überlegst, deine eigene Website mit Elementor aufzubauen.
  • Du bist Webdesignerin und möchtest vom Elementor wegkommen.
  • Du arbeitest mit jemandem zusammen, der dir gerade Elementor verkaufen will.
  • Du hast den Wechsel schon vor dir und suchst nach Argumenten.

Warum Elementor 2020 die richtige Wahl war

Bevor ich erkläre, warum ich heute anders arbeite, ein kurzer Blick zurück.

WordPress wurde ursprünglich aus dem Blog-Bereich heraus entwickelt. Damit Leute ihre Blogartikel schreiben können. Aus dieser Wurzel ist eines der größten Website-Systeme der Welt geworden. Rund 40 % aller Websites weltweit laufen auf WordPress.

Lange Zeit hatte WordPress aber keinen eigenen Editor, der für moderne Websites stark genug war. Der klassische Editor war für Blog-Texte gedacht, nicht für strukturierte Layouts. Genau deshalb sind die großen Pagebuilder entstanden. Elementor war eine der populärsten Antworten.

Was Elementor 2020 mitbrachte:

  • Drag-and-Drop-Editor
  • Live-Vorschau
  • Templates
  • Viele Möglichkeiten, ohne selbst codieren zu müssen

Das hat ein echtes Problem gelöst. Ich habe selbst einige Websites damit aufgebaut. Für die damalige Zeit war Elementor das Richtige.

Wichtig: Ich sage nicht, dass Elementor grundsätzlich schlecht ist. Die Voraussetzungen haben sich verändert.

Beobachtung 1: Die Plugin-Last

Elementor allein reicht heute nicht mehr.

Du brauchst Elementor selbst. Dann ein Kontaktformular-Plugin. Dann Erweiterungs-Plugins, weil es so viele tolle Add-ons gibt, die noch eins draufsetzen, was Elementor kann. Ein Performance-Plugin, weil Elementor von Haus aus schwer ist. Ein Sicherheits-Plugin.

Ich habe ehrlich gesagt Elementor-Websites gesehen, die 20 oder mehr Plugins hatten. Und keins davon konnte runtergeschmissen werden, weil alle benötigt wurden.

Das ist kritisch, weil alle diese Plugins jederzeit zusammenarbeiten müssen.

Zum Vergleich: Ich nutze heute Greyd, das ist ein deutscher Hersteller. Auf einer Greyd-Website habe ich im schlimmsten Fall zehn Plugins. Alles andere wird direkt von Greyd abgedeckt.

Warum das wichtig ist: Jedes Plugin ist eine potenzielle Sicherheitslücke, eine potenzielle Bremse und ein Update-Risiko. Wenn ein Plugin nicht mehr vom Entwickler gepflegt wird, hängst du.

Wie das in der Praxis aussieht

Eine meiner Kundinnen hat innerhalb der letzten Jahre drei Website-Iterationen mit mir durchgemacht.

Sie hat gestartet mit einer Elementor-Website. Vor ungefähr drei Jahren war klar: mit diesem System geht es so nicht weiter. Da war gerade der Gutenberg-Editor in WordPress so stark geworden, dass man damit schon viel machen konnte. Also haben wir auf nativen Gutenberg plus einige Plugins umgestellt.

Mit der Gutenberg-Version waren es deutlich weniger Plugins als bei Elementor, aber immer noch zu viele.

Jetzt hat sie einen Branding- und Positionierungs-Relaunch gemacht. Wir haben radikal alles rausgeschmissen und mit Greyd neu gebaut. Aus einer großen Website ist eine kompakte geworden. Schlank, schnell, schöner zu pflegen.

Drei Systeme in sechs Jahren. Greyd ist die erste Version, bei der ich keinen Rückwechsel-Wunsch sehe.

Beobachtung 2: Die Performance

Elementor bringt viel Ballast mit. Das ist nicht persönlich gemeint, das ist technisch.

Damit Elementor so viel kann, wie es kann, muss alles gespeichert werden. Und das wird mit jedem Aufruf der Seite mitgeladen. Auch das, was du gar nicht brauchst.

Das macht Elementor-Seiten extrem langsam.

Ich habe es als Webdesignerin nicht geschafft, eine Elementor-Seite so schlank zu bekommen, dass ich mit der Ladezeit zufrieden bin. Es macht einfach keinen Spaß.

Wichtig zu verstehen: Es geht nicht um die eine Sekunde mehr, die deine Besucherinnen warten müssen. Obwohl auch das die Absprungrate erhöht.

Performance ist Sichtbarkeit.

Wenn Google merkt, dass deine Seite langsam lädt, wird sie in den Suchergebnissen schlechter angezeigt. Google möchte die Absprungrate niedrig halten und bevorzugt schnelle Websites in den Rankings. Die langsamen landen weiter hinten.

Technisch unter der Haube: Elementor lädt viel Inline-CSS und viele JavaScript-Dateien, die immer mitgeladen werden müssen. Greyd nutzt schlankes HTML und das CSS des Block-Editors, das direkt in WordPress liegt. Viel weniger Render-Aufwand.

Die konkrete Folge: Greyd-Websites laden allein durch dieses Setup spürbar schneller. Und das heißt: gleicher Inhalt, bessere Position bei Google.

Wie das in der Praxis aussieht

Case 1: Vor ein paar Jahren habe ich für einen Kunden eine Website mit Elementor gebaut. Sehr schöne Seite. Das hat er auch oft betont. Aber wir haben beide gemerkt: Elementor ist es nicht. Die Seite war langsam, wurde bei Google kaum gefunden. Wenn du mit deiner Website Kunden gewinnen willst, ist das ein echtes Problem.

Jetzt haben wir die Seite auf Greyd umgebaut, gleichzeitig einige Inhaltsanpassungen gemacht. Die Seite ist schnell, kann viel besser ranken, und arbeitet jetzt für meinen Kunden statt gegen ihn.

Case 2: Eine andere Kundin kam mit SEO-Anpassungen auf mich zu. Ihre Website wurde bei Google nicht gefunden. Ich habe ihr ehrlich gesagt: Wir können Inhalts-Anpassungen machen, die werden ein bisschen was bringen. Aber der größte Hebel ist, deine Website massiv zu verschlanken. Sie hat sich für den Wechsel zu Greyd entschieden. Der Launch steht demnächst an.

Beobachtung 3: Backend und Pflegbarkeit

Ich habe ungefähr 21 oder 22 Greyd-Websites umgesetzt. Jedes Mal bekomme ich die Rückmeldung von Kund:innen, die vorher mit Elementor gearbeitet haben:

„Oh, das Backend ist so strukturiert. Ich komme so gut damit zurecht.“

Das allein spricht schon dafür, das System zu verschlanken.

Klar, ich kann für meine Kund:innen jede Änderung übernehmen, die sie brauchen. Aber wie gut ist es, wenn du selbst kurz einen Text ändern kannst, ohne von einer Agentur oder Webdesignerin abhängig zu sein?

Elementor ist von der Bearbeitung kompliziert. Du kommst rein, es gibt verschachtelte Sektionen, du weißt nicht genau, welches Element du öffnen musst, um die Einstellungen zu finden. Das Feedback meiner früheren Elementor-Kund:innen war meist: sie geben Änderungen lieber an mich ab, weil sie es selbst nicht hinbekommen.

Bei Greyd ist das anders. Der Gutenberg-Editor zeigt dir links die Ebenen-Ansicht. Du suchst dort dein Element raus, oder du klickst direkt in den Text und änderst ihn. Keine versteckten Boxen. Der Text ist sichtbar, du klickst rein, du änderst ihn. Fertig.

Block-Editor-Logik bedeutet: klare Hierarchie, jede Änderung ist nachvollziehbar.

Für meine Kund:innen heißt das: Unabhängigkeit von mir. Für mich heißt das: weniger Pflegeaufwand pro Bestandskund:in.

Wie das in der Praxis aussieht

Vor einigen Monaten kam eine Physiotherapie-Praxis auf mich zu. Wunsch: eine neue Website, die sie einfach pflegen können. Die alte Website funktionierte zwar noch, aber für jede Textänderung mussten sie sich einen Workaround überlegen.

Wir haben eine schlanke neue Website mit Greyd gebaut. Jetzt klicken sie in den Text und tippen den neuen rein. Fertig.

Ich habe für solche Fälle eine kleine Videoserie aufgenommen, die erklärt, wie man mit dem System umgeht. Die meisten Kund:innen stellen seitdem keine Frage mehr. Es ist einfach klar.

Beobachtung 4: Zukunftssicherheit

Elementor ist ein Plugin neben WordPress. Greyd ist ein Plugin, das den Weg von WordPress mitgeht.

WordPress entwickelt sich seit der Gutenberg-Einführung in eine klare Richtung: Block-Editor, Full Site Editing, native Themes. Greyd steigt in diese Linie ein und erweitert sie sinnvoll.

Elementor hat sich entschieden, das eigene System parallel weiterzuentwickeln. Das ist legitim, bedeutet aber: parallele Entwicklung. Während Greyd und WordPress in eine gemeinsame Richtung laufen, laufen Elementor und WordPress nebeneinander mit unterschiedlichen Systemen.

Das Risiko bei Elementor: Wenn das Unternehmen seine Strategie ändert, hängst du in der Luft.

Bei Greyd ist es so: Wenn Greyd weg wäre, könntest du den Block-Editor weiternutzen. Einige Greyd-spezifische Elemente fehlen dann, aber dein Content liegt in Standard-Blöcken. Du verlierst die Komfort-Erweiterungen, nicht den Inhalt.

Wo Elementor 2026 noch passt

Ich habe Elementor jetzt einige Absätze lang ziemlich schlecht geredet. Das ist zum Teil verdient, weil Elementor viele Websites langsam macht und gerade für Selbstständige, die Sichtbarkeit brauchen, oft die schlechtere Wahl ist.

Aber es gibt Situationen, in denen Elementor 2026 noch sinnvoll ist.

Elementor ist okay, wenn:

  • Deine bestehende Seite läuft, gepflegt ist und einigermaßen performt. Dann musst du sie nicht ohne Grund anfassen.
  • Du brauchst eine sehr spezielle Funktion, die in Elementor existiert, in Greyd aber noch nicht. Dann lohnt sich der Wechsel nicht.
  • Du hast eine Agentur, die nur Elementor kann, und du bist mit der Zusammenarbeit zufrieden. Auch dann: nicht wechseln.

Es ist Zeit zu wechseln, wenn:

  • Deine Website wird bei Google nicht gefunden und ist langsam.
  • Du willst deine Inhalte selbst pflegen, kommst aber mit Elementor nicht zurecht.
  • Du baust deine Website gerade neu und überlegst noch, mit welchem System.
  • Du planst SEO-Optimierungen. Performance ist 2026 Voraussetzung, kein Bonus.

Was Greyd ist (kurz erklärt)

Greyd ist ein Theme plus Block-Plugin-System für WordPress. Ein deutscher Hersteller.

Es nutzt die nativen Blocks von WordPress und ergänzt sie um eine Design-Bibliothek, Templates und Layout-Möglichkeiten, die der Block-Editor allein noch nicht hat. Greyd kann Templates, Patterns, globale Styles und Full Site Editing.

Wichtig: Greyd optimiert den Gutenberg-Editor, statt eine andere Linie zu laufen.

Was du dafür mitbringen musst: Die Bereitschaft zum Block-Editor. Kein Drag-and-Drop wie bei Elementor, sondern eine Block-Hierarchie. Du hast zum Beispiel eine Content-Box, in der eine Gruppe ist, in der zwei Spalten sind, und dann erst deine Inhalte. Da muss man kurz umdenken, aber die Logik ist intuitiv.

Was du gewinnst: Performance, Zukunftssicherheit, Pflegbarkeit, weniger Plugin-Last.

Was du in Kauf nimmst: Eine andere Bedienlogik, eine kurze Lernkurve am Anfang. Die hattest du mit Elementor aber auch. Bei jedem neuen Tool muss man sich kurz reindenken.

Drei Schritte für dich

1. Schau in deine Plugin-Liste.

Wenn du aktuell eine WordPress-Website hast: wie viele Plugins sind aktiv? Wenn du Elementor plus 15 weitere Plugins drauf hast, überleg dir, ob die Seite nicht schlanker werden kann.

2. Mach einen Pagespeed-Test.

pagespeed.web.dev ist kostenlos. Gib deine URL ein, du bekommst eine Bewertung für Mobil und Desktop. Wenn du auf Mobil unter 60 Punkten bist, ist Performance dein Problem. Struktur und Design erst danach.

3. Wenn du wechseln willst: plane es richtig.

Eine Migration ist kein Zwei-Stunden-Job. Du willst die URL-Struktur erhalten, Inhalte sauber übertragen, Redirects setzen. Das ist technisches SEO, das man nicht übersehen darf. Wer das schon mal gemacht hat, kommt durch. Wer es zum ersten Mal versucht, verliert SEO.

Wenn du Hilfe brauchst

Wenn du gerade vor einer Migration stehst oder deine Website neu baust und überlegst, mit welchem System, schreib mir. Ich helfe dir bei der Entscheidung und übernehme die Umsetzung, wenn du willst.

Webdesign-Pakete bei Studio JUME

Wordpress Webdesignerin Anja Junghans

Hi, ich bin Anja Junghans von Studio JUME. Und ich stelle die freche Behauptung auf: Du willst keine Website. Du willst Anfragen über deine Website. Hier im Blog kümmern wir uns deshalb darum, dass du von deinen Wunschkunden gefunden wirst!